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Das Schwarzbuch Börse 2009 ist erschienen und kann bei der SdK bestellt oder heruntergeladen werden.
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Im Jahr 2009 haben Bundesregierung und Gesetzgeber sich auf den Kapitalmarkt konzentriert, es war ein Jahr der möglichen Besinnung und moralischen Erneuerung, ein Jahr, in dem das Wort „Vertrauen“ zum meistgenannten, zum leuchtenden Ziel aller Beteiligten avancierte; aber es wäre natürlich naiv anzunehmen, dass deswegen 2009 weniger Skandale und Missstände passiert und von uns sorgfältig zwischen zwei Heftdeckeln zu sezieren gewesen wären als in den Jahren zuvor. Oh nein!
Besonders depressiv stimmen kann dabei, dass ausgerechnet der rettende Staat selbst sich im Falle Hypo Real Estate – wenn auch nur zeitweise – unter die rücksichtslosen Enteigner mischen wollte und dabei so entschieden und fintenreich gegen aktienrechtliche Kerngedanken und anlegerisches Rechtsempfinden verstoßen hat, als müsse er das Seine dazu beitragen, das kapitalvernichtende Höllenfeuer anzufachen.
Auch nicht schön ist, dass die Zertifikatebranche, der prominente Buhmann der Krise, ihre jüngst wieder steil ansteigenden Image- und Umsatzwerte in vielen Fällen weniger echter Einsicht und konsequentem Umdenken, sondern vielmehr geschickterer Öffentlichkeitsarbeit verdankt. Wie anders lassen sich die dreisten Fälle von Gebührenschneiderei erklären, über die wir in diesem Heft berichten? Übrigens: Die Intransparenz von Zertifikaten war im Schwarzbuch, wie der regelmäßige Leser weiß, schon seit 2006 durchgängig Thema. Wenn man nur auf uns gehört hätte!
Und weiter schöpfen wir aus dem Füllhorn des Zwielichtigen: Wir bieten ein Kaleidoskop von instruktiven Einzelfällen in Sachen Lug, Trug und Unfähigkeit. Aktuelle Maschen des Grauen Kapitalmarktes werden aufgezeigt und die für Anleger wesentliche Rechtsprechung wird dargelegt.
Außerdem beleuchten wir noch einmal die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf bedeutende Unternehmergrößen. Merckle, Wiedeking, Schaeffler: Viele Helden sind gestürzt und aus der Asche der Krise soll sich nun der Unternehmenslenker von neuem Schrot und Korn erheben, auf langfristigen Gewinn ausgerichtet und mehr von Kompetenz und Freude an der Sache als von Boni und Tantiemen gesteuert. Man darf hoffen.
Ein Wunsch gilt auch in diesem Jahr: Mögen die schlechten Beispiele dem Anleger helfen, im Jahr 2010 rechtzeitig die Spreu vom Weizen zu trennen. Gute Chancen gibt es reichlich.
Sämtliche Themen und die im Schwarzbuch Börse erwähnten Firmen finden Sie im PDF-Anhang.
Das Schwarzbuch ist für 15 Euro (inkl. Porto und Versand) gegen Vorkasse bei der SdK per Post zu beziehen
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München, 8. Februar 2010
Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V.
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