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Schwarzbuch Börse > Ausgabe • 2010 > Unternehmen HV der Klosterbrauerei Königsbronn AG
„Am 03. Dezember 2009 hielt die Klos-terbrauerei Königsbronn AG ihre ordentliche Hauptversammlung ab. Als Aktionär war mir die Teilnahme wichtig und bei einer Entfernung von 65 km machte ich mich zeitig auf den Weg.
Freundliche Begrüßung
Am Veranstaltungsort angekommen traf ich ein befreundetes Ehepaar und gemeinsam betraten wir um 13.00 Uhr den Tagungsort, das Nebenzimmer des Gasthauses „Weisses Rössle“. Hier erklärte uns die Wirtin unwirsch, dass die Veranstaltung erst um 14 Uhr beginnen würde. Es gelang uns, diese Frau zu beschwichtigen und wir nahmen im Versammlungsraum Platz. Allmählich kamen weitere Aktionäre und gegen 13.30 Uhr auch einige Vertreter der Gesellschaft.
Verspätung wird sofort egalisiert
Kurz vor Beginn der Hauptversammlung wurden die Geschäftsberichte verteilt und um 14.10 Uhr begrüßte der Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Reich, die ca. 40 Hauptversammlungsbesucher, darunter auch einen Vertreter der Presse. Er wies sogleich darauf hin, dass der Vorstand, Herr Grüninger, wegen eines Defekts am Bank-Schließfach etwas später erscheinen würde. Nachdem er seine Ausführungen beendet hatte, gab es eine kurze Pause bis zum Erscheinen des Vorstands. Zum Glück kam dieser um 14.30 Uhr und nach nur zehn Minuten (rekordverdächtig) war er mit seinem Bericht fertig.
Verzicht auf lästige Stimmkarten
Da nur ein Teilnehmer zwei Fragen hatte, ging es zügig in der Tagesordnung weiter. Nebenbei berichtete Herr Reich über die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen seine Person. Als zur Abstimmung geschritten wurde, waren dann leider die Stimmkarten irgendwie abhanden gekommen – trotzdem wurde über die weiteren Tagesordnungspunkte abgestimmt. Das Ergebnis: Keine Enthaltungen und keine Gegenstimmen!
Herzlicher Abschied
Gegen 15.00 Uhr war die Hauptversammlung dann auch schon beendet. Nun gab es eine Tasse Kaffee und ein Häppchen Kuchen. Außerdem noch ein Freibier. Einige Aktionäre hatten dennoch noch Hunger und besorgten sich Brot und Brötchen. Dies gefiel der Wirtin nicht und sie untersagte dies mit dem Hinweis auf die Öffnungszeit der Küche um 17.00 Uhr. Die Betroffenen wehrten sich mit der Begründung, „es drohe eine Unterzuckerung“ und mit ihrer „langen Anreise von 120 km“. Jetzt wurde es ziemlich ungemütlich und ich verließ rasch die „etwas andere Hauptversammlung“.
Anmerkung zum Schluss: Pikanterweise befindet sich die Immobilie, in der das Gasthaus „Weisses Rössl“ untergebracht ist, ausweislich des Geschäftsberichts 2008 im Besitz der Klosterbrauerei Königsbronn AG.
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